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19.02.10 17:29

Alice im Wunderland: Interview mit Tim Burton

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Interview: Frage: Würden Sie Johnny Depp als Ihre Muse bezeichnen?
Tim Burton: Nee, er ist nur ein Stück Fleisch [lacht]. Alle beteiligten Schauspieler waren großartig, denn sie hatten nicht allzuviel mit dem sie arbeiten konnten – wie Sets, Kulissen oder andere Schauspieler. Das meiste davon mussten sie sich einfach vorstellen. Man kann bei so einem Film nicht wirklich mit Method Actors zusammenarbeiten. Man braucht Leute, die bereit sind sich zu exponieren und einfach drauflos spielen können, ohne allzuviel Material vorliegen zu haben. Also, darin ist Johnny wirklich gut. Und ich hatte auch mit allen anderen Schauspielern das Glück, dass sie sich darauf eingelassen haben. Und wissen Sie, es war auch für mich ziemlich schwer, denn so einen Film hatte auch ich noch nie gemacht. Das öffnet einem schon die Augen. Es ist ein völlig anderer Ablauf als sonst. Ich würde sagen, für einen Schauspieler ist es eine richtige Herausforderung.

Frage: Wie eng arbeiten Sie mit Johnny zusammen, wenn es darum geht seine Charaktere zu entwickeln?
Tim Burton: Nun, ich mache einen kleinen Entwurf, er macht einen kleinen Entwurf. Dann reden wir darüber. Es ist jedes Mal anders. Wir geben Johnny ein paar Quellenverweise an die Hand, aber nie besonders spezifische. Er mag es einfach nicht, wenn er das Gefühl dabei hat nur eine Sache allein verfolgen zu müssen. Also geben wir ihm lieber abstrakt gehaltene Hinweise. Ich bin jedenfalls immer gespannt zu sehen, was dabei heraus kommt.

Frage: Lassen Sie ihn damit soweit gehen, wie er kann und bremsen ihn erst dann, wenn es nötig wird?
Tim Burton: Ja schon, aber er ist ziemlich gut in dem was er tut. Man sollte nie so weit gehen, dass man die emotionalen Seiten eines Charakters vernachlässigt. Also haben wir natürlich versucht den Hutmacher einerseits verrückt zu gestalten, ihm aber andererseits auch eine Gefühlstiefe hinter der Oberfläche zur verleihen. Johnny ist ziemlich gut darin die Wahrheit hinter der Unwirklichkeit zu entdecken.

Frage: Können Sie mir sagen, warum Sie Mia Wasikowska in der Rolle der Alice besetzt haben?
Tim Burton: Sie ist jung und in gewisser Weise alt zugleich. Sie steht mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen, im Gegensatz zu vielen, die versuchen überall gleichzeitig zu sein. Manche tragen eine alte Seele in sich, was wir für die Rolle der Alice unabdingbar fanden. Gleichzeitig sollte sie natürlich auch jung sein. Es gibt ja Menschen mit einer alten Seele, die dennoch naiv sein können. In der Vorlage haftet Alice immer so eine gewisse Passivität an. Wir wollten ihr eher eine gewisse ruhige Kraft verleihen, über die Mia auch als Person verfügt. Ich mochte einfach ihre Qualitäten. Es gefällt mir immer, wenn ich in einem Menschen eine alte Seele entdecke. Da man die ganze Geschichte durch Alice’ Augen sieht, war es zwingend notwendig jemanden zu finden, der sie subtil darstellen konnte.

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Das Flimplakat zu Alice im Wunderland

Alice im Wunderland

Fantasy USA, 2010

Kinostart: 04.03.2010


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