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19.02.10 17:29

Alice im Wunderland: Interview mit Tim Burton

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Interview: Frage: Hatten Sie in ihrer Jugend ein Lieblingskinderbuch?
Tim Burton: Ich war ein Fan von Dr. Seuss. Seine Bücher waren leicht zu lesen. Ich mochte seine Zeichnungen. Aber der Grund Alice zu machen, war diese hochinteressante Herausforderung. Ich dachte nicht – wie das bei anderen Projekten der Fall sein mag – oh, es gibt schon eine großartige Verfilmung, dementsprechend ist es ein Problem eine weitere zu produzieren. Von „Alice” gibt es ein paar interessante Verfilmungen, aber ich denke eben keine davon ist vollends geglückt.

Frage: Wie sind Sie an den Film herangegangen?
Tim Burton: Mich haben seit jeher die symbolhaften Bilder mehr angesprochen, als die Geschichte selbst. Ich denke, man wird immer überrascht sein, wenn man die Geschichten später im Leben erneut liest, denn sie haben nicht die mitreißende Erzählweise der „Herr der Ringe“ Bücher. Sie sind absurd und surreal. Aber die Figuren sind in unseren Träumen und unseren Erzählungen; Dinge eben, die uns im Gedächtnis bleiben. Warum schreiben so viele Musiker Songs darüber? Illustratoren beziehen sich ständig auf „Alice“. „Alice“ taucht in anderen symbolischen Zusammenhängen auf. Dies war ausschlaggebend für den Versuch, diese Welt entstehen zu lassen. Die Dinge die ich an „Alice“ einzigartig fand, sind einzigartig durch ihre Andersartigkeit. Wie die bizarren Größenverwandlungen zum Beispiel. Oder dass manche Tiere sprechen können und andere nicht. Es erscheint zufällig, wie Carroll das alles einsetzt und dann doch auch wieder nicht. Es gibt da etwas sehr Tiefgründiges. Dinge, die zufällig erscheinen, sind es vielleicht gar nicht? Das Ziel liegt darin, das auszutesten und einzufangen.

Frage: Was gefällt Ihnen an dieser Version der Geschichte?
Tim Burton: Mir gefällt daran, dass es sich um eine persönliche Entwicklung dreht. Darin bestehen im Eigentlichen die wichtigsten Dinge des Lebens - der Moment, in dem man diese eine wichtige Entscheidung trifft. Vielleicht passiert das jedem einmal, vielleicht auch nicht. Vielleicht geschieht es sogar mehrmals im Leben, so dass man dabei lernt und daran wächst. Wissen Sie, es ist als ob zwei Teile derselben Persönlichkeit miteinander im Konflikt liegen; sich sozusagen die Gefühle in einer Zwickmühle befinden. Und wenn man dann diesen Entwicklungsschritt macht, ist es etwas ganz und gar Besonderes, Eindrucksvolles. Es ist eine Versöhnung mit dem eigenen Inneren, mit dem was die eigene Person ausmacht, während man sich gleichzeitig zu der Person entwickelt, die man in Zukunft sein wird, ein Mensch nämlich. Das klingt schwach, ist aber sehr wichtig.

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Das Flimplakat zu Alice im Wunderland

Alice im Wunderland

Fantasy USA, 2010

Kinostart: 04.03.2010


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