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Dokumentarfilm

Schöne blonde Augen

Kinostart: 19.03.2009

Regie: Simon Brückner, Anna Reinking

Drehbuch: Simon Brückner, Anna Reinking, Tomislav Turina

Produktion: Hermann Weber, Rainald Purmann, Nicolai Schley, Ralf Mischnick, Simon Brückner

Kamera: Isabelle Casez

Darsteller:
Stefan Bonin, Christine Minack, Romano Krull, Thorsten Bartel, Rosemarie Hettisch, Katja Teschner, Manfred Reichert, Andreas Lascych, Eva Lieb, Katja Grützmacher, Carolin Serafin, Kerstin Wittstamm

Alle Angaben ohne Gewähr

Kurzbeschreibung:
Im Frühjahr 2006 beginnt eine außergewöhnliche Gruppe an Darstellern ein Theaterstück zum Thema „Geburt“ zu entwickeln. Was dieses Ensemble so ungewöhnlich und das Thema des Stückes so bewegend, kritisch und spannend macht, ist leicht erklärt: Die Mitglieder der Gruppe leben auf dem wendländischen Bauernhof Terra est Vita, ein Zuhause für geistig behinderte Erwachsene. Das Thema „Geburt“ ist heikel, denn die direkte Auseinandersetzung mit ihrem Bedürfnis nach Beziehung, der Sehnsucht nach Liebe und dem Wunsch einmal eigene Kinder zu haben, ist für viele eine aufreibende Erfahrung, die eine Welle an Emotionen hervorrufen kann. Die Bühne bietet ihnen die Möglichkeit ihre Welt neu zu erfinden. Sie nutzen sie als Instrument sich mit ihren individuellen Grenzen auseinander zu setzen, sich auf ungewöhnliche Art mitzuteilen und daran zu wachsen. Um dies zu schaffen, verlassen sie die geschützte Umgebung der Terra est Vita. Es kristallisiert sich ein Konflikt heraus, der für das Hofleben allgemein von Bedeutung ist: Auf der einen Seite sehnen sich die Darsteller nach Individualität, Eigenständigkeit, Selbstausdruck und Rampenlicht. Auf der anderen Seite vollbringt die Gruppe eine erstaunliche Integrationsleistung, die gerade darauf beruht, aufeinander einzugehen und das eigene Ego auch mal zurück zu stellen. Unterschiedlicher als die Terra-Gruppe könnte man sich Menschen in ihren Denk- und Ausdruckweisen kaum vorstellen. Für ein gemeinsames Ziel arbeiten sie jedoch Hand in Hand, fördern sich gegenseitig und finden schließlich eine gemeinsame Stimme.

Mit poetischer Beobachtungsgabe begleiten Simon Brückner und Anna Reinking über acht Monate hinweg die Probenarbeiten bis zur großen Theaterpremiere an der Berliner Akademie der Künste. Gleichzeitig unternehmen sie eine faszinierende Reise durch den Mikrokosmos der Terra. Im Laufe der Geschichte taucht man ein in die verschiedenen Welten, Identitäten und Wünsche der Protagonisten. Aus ihren Eigenarten erwachsen berührende Verfremdungen, vor allem aber inspirierende Momente voller Poesie sowohl auf als auch hinter der Bühne. Dieser Film zeigt keine märchenhafte Fiktion sondern einen Ausschnitt unserer Realität, die den meisten von uns doch fremd ist. Am Ende steht ein Dokumentarfilm, der ohne Off-Kommentar und Erzählerstimme auskommt, bei dem klare Grenzen zwischen „normal“ und „behindert“ verschwimmen und sich eine überaus menschliche Welt des Andersseins auftut. In Zeiten pränataler Diagnostik werden wir vielen dieser Menschen zukünftig nicht mehr begegnen dürfen.

(Pressetext)




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