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12.02.05 15:52

Vom Suchen und Finden der Liebe

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Artikel: MovieGod.de: Hat das Publikum schon alles an romantischen Komödien gesehen, dass man jetzt auf Mythen zurückgreifen muss?

Alexandra Maria Lara: Die alten Griechen haben natürlich großartige Vorlagen geliefert. Diese Geschichte von Orpheus und Eurydike ist einfach unglaublich - ein Mann, der seiner Frau in den Tod folgt. Das steht natürlich für ganz viel. Sich solcher Mythen zu bedienen, ist sicherlich sehr spannend, wenn man es schafft, es mit einer modernen Geschichte zu verknüpfen, was Helmut Dietl meiner Meinung nach gelungen ist. Dann greift man auch gerne drauf zurück.

Moritz Bleibtreu: Es geht ja auch um Pathos, was ja eigentlich im Film schon verboten ist. Wenn jemand sich dazu entschließt, so etwas wie Pathos überhaupt zu verwenden, dann muss es auch eine Schnittstelle geben, die Sinn macht. Und das ist damit natürlich gegeben, weil von Anfang an klar ist, dass du mit Elementen spielst, die so jetzt nicht hier vor der Tür stattfinden. Damit bekommst du die Chance, dich vom Realismus zu entfernen - was ich sehr mutig finde. Pathos ist ja eigentlich - gerade aus Deutschland - ganz schwierig und auch einer der Gründe, weswegen ich das so geil finde. Denn so was traut sich kaum noch jemand.

MovieGod.de: Welche Vorstellung von der Liebe vermittelt der Film?

Bleibtreu: Was hier zum Tragen kommt, ist, wie jeder Mensch das auffasst. Der eine - was auch im Grunde des Charakters der jeweiligen Person liegt - sieht das als zynisch, ein anderer empfindet das als Happy-End. Für mich ist die Tatsache, dass Mann und Frau irgendwie nicht so richtig zusammenpassen wollen, eine gottgegebene Realität, mit der man sich abfinden muss - und nicht mehr. Und deswegen glaube ich auch, dass man sich immer wieder reinschmeißen und es immer wieder noch mal probieren muss. Mit dem Wissen, dass es halt auch wehtut - genau das versuchen viele Menschen heute zu vermeiden und versuchen, Liebe auszugrenzen. Sie wollen sich dem ganzen Schmerz einfach nicht aussetzen. Aber das ist ein Trugschluss - die Sehnsucht wird früher oder später so stark sein, dass man doch wieder zur Liebe hingetrieben wird. Die Akzeptanz ist wichtig - dass man akzeptiert, dass so was halt auch wehtut.

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