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06.11.02 04:02

Tonspuren - Welchen Weg nimmt die Filmmusik?

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Artikel: Ich gestehe: Ich bin kein besonders musikalischer Mensch. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass ich von Katzen lernen könnte. Deshalb finden nur wenige Melodien zu dem Teil von mir, der sie achtet für was sie sind, und auch wenn ich die Existenz eines unterbewußten, subtilen Gespürs nicht leugnen mag, welches auch bei meinen Saiten die Spreu vom Weizen trennt, so mangelt es mir doch zumeist an jenem musischen Ohr, das zwischen richtigen und falschen Tönen, zwischen geschulten und ungeschulten Stimmen zu unterscheiden vermag.

Doch anscheinend bin ich damit nicht allein, denn wenn man mal so sieht, was uns in den letzten Jahren an Filmmusik vorgesetzt wurde, kommt einem stellenweise das kalte Schaudern. Da wird kopiert, natürlich ungeniert, auf die selben alten Pferde gesetzt wie schon vor Jahren, oder sich in Belanglosigkeit gewälzt.
Ich kann selbst im Vollrausch noch ein halbes Dutzend Filme aufzählen, bei denen „Red Right Hand“ von Nick Cave verwurstet wurde, unter anderem Scream, um nur einen zu nennen.
Sicher, es gibt immer noch die feinen Ausnahme-Filme, die durch einen exquisiten Soundtrack bestechen (ich erspare euch Beispiele, ihr kennt meine Vorlieben, beispielsweise war der Soundtrack zu Pi schlichtweg genial) und auch abgesehen von dem (Verschwundenen? Verstorbenen? Verheirateten?) Quentin Tarantino gibt es viele Regietalente, die durch eine feinfühlige Auswahl an Liedern ganz nebenbei noch eine konzeptionell einwandfreie Compilation erstellen, die sich sehen lassen kann. Dass diese Filme sich meist in lange vergangenen Jahrzehnten bedienen, mag als treffender Seitenhieb auf die moderne Musik mit all ihren Koryphäen gewertet werden, muss aber nicht. Es gibt Ausnahmen, bei denen moderne Künstler zwangsrekrutiert wurden, es sind jedoch wenige. Will man da den Wiedererkennungsfaktor hindern oder stärken? Und weiter: Richtet man sich in diesen Fällen wirklich nur nach dem Zielpublikum, oder auch nach den Lizenzkosten?

Überhaupt: Warum, warum, warum wird auf der einen Seite so frech geklaut und auf der anderen Seite so mutig eine Ideenlosigkeit demonstriert, die selbst den generösesten Geist veranlassen sollte, manchen Komponisten die Daseinsberechtigung abzusprechen.

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