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17.06.08 08:33

Easy Rider: Road-Movie, Western, Popkultur

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Artikel: Get your motor runnin’
Head out on the highway
Lookin’ for adventure
In whatever comes our way

Yeah, darlin’ go make it happen
Take the world in a love embrace
Fire all of your guns at once and
Explode into space


Easy Rider von Regisseur Dennis Hopper aus dem Jahr 1969 gilt gemeinhin als eines der klassischen Road-Movies. Schon im Titelsong „Born To Be Wild“ von Steppenwolf, der mit dem Film verbunden ist wie wohl nur wenige andere Musikstücke mit Filmen, lassen sich sämtliche Motive, Ideen und Charakteristika des Road-Movie-Genres ablesen. Mehr noch, durch die annähernd vierzig Jahre, die Easy Rider und „Born To Be Wild“ mittlerweile alt sind, scheint es so, als sei die Idee eines gesamten Lebensgefühls assoziativ mit Film und Musik im kollektiven Bewusstsein verewigt. Motive von Freiheit, Rebellion und Gegenkultur drängen sich auf, wenn man die Bilder von Peter Fonda und Dennis Hopper als Wyatt und Billy auf ihren Choppern sieht, wie sie auf einer scheinbar endlosen, einsamen Straße in der ewigen Weite des Landes verschwinden und Steppenwolf in der musikalischen Untermalung der Szene singen: „Like a true nature’s child / We were born, born to be wild / We can climb so high / I never wanna die“. Hier greifen gleich mehrere Faktoren der Mythenbildung, oder auch der Genreprägung, ineinander. Einen Großteil hierzu trägt der Einsatz von Landschaft im Film bei. Im Folgenden soll die wechselnde Rolle der Landschaft in Easy Rider untersucht werden, vor dem Hintergrund der Road-Movie-Konventionen. Angesprochen werden einerseits US-historische Motive wie der American Dream und die Manifest-Destiny-Idee, andererseits filmspezifische Parallelen zum Western-Genre. Es soll Fragen nachgegangen werden, die sich mit den Ideen, Emotionen und Prozessen der Identitätsbildung beschäftigen, an die die Landschaftsdarstellung in Easy Rider gekoppelt ist. Weiters wird sich der Text mit der Faszination, Idealisierung und Romantisierung der geprägten Genremotive beschäftigen, die im Film eine Projektionsfläche finden.

Easy Rider und der Western

Gehen wir zurück zu der in der Einleitung bereits angesprochenen Auftaktszene des Films: Wyatt (Peter Fonda) und Billy (Dennis Hopper) fahren auf ihren Motorrädern auf einer einsamen, staubigen Straße ins Land; bei feststehender Kamera, die eine Totale der Szenerie zeigt, im Hintergrund eine gewaltige Bergkulisee, und im Vordergrund die Straße auf der die Protagonisten entlangfahren und die irgendwo entfernt im Staub mit dem Hintergrund verschmilzt. In Kombination mit der vorangegangenen Szene, dem demonstrativen Wegwerfen der Armbanduhr, sorgt dies für eine offensichtliche Symbolik: Es stellt eine Befreiung von der Zeit dar, oder besser gesagt: Eine Befreiung von gesellschaftlichen Zwängen und Pflichten, die sich im Tragen einer Armbanduhr und dem damit beabsichtigten pünktlichen Einhalten von Terminen manifestiert und der eine Fahrt ins Ungewisse folgt.

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Das Flimplakat zu Easy Rider

Easy Rider

Spielfilm USA, 1969

FSK: Ab 16 Jahren

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